Distanzreiten ist eine der sechs anerkannten FEI Reitsportdisziplinen, die sich stark ausbreitet, weil auch weniger Spring- Dressur- oder Militäry ambitionierten Reitern die Möglichkeit geboten wird, sich in einem anderen Pferdesportsegment erfolgreich zu betätigen.
Ziel ist es, eine vorgegebene Distanz in schnellstmöglicher Zeit zu reiten. Dabei steht aber immer die Pferdegesundheit im Vordergrund. Nur wer das Ziel mit einem gesunden und fitten Pferd erreicht, kommt in die Wertung. In so genannten Vet-Gates wird das Pferd nach einer gewissen Distanz durch Tierärzte untersucht. Nur wer diesen Check besteht, darf den Ritt fortsetzten. Gleiches gilt auch nach Beendigung des Rittes. Es gewinnt also nicht automatisch der Schnellste, sondern derjenige, dessen Pferd nach dem Zieldurchgang tierärztlich für „in Ordnung“ befunden wird. Dabei kommt es auf den Puls des Pferdes ebenso an, wie auf Gangwerk und den allgemeinen Gesundheitszustand. Es versteht sich von selbst, dass dazu auch Dopingkontrollen durchgeführt werden.
Distanzritte gibt es in den unterschiedlichsten Längen und wer einmal an der längsten Distanz, dies sind immerhin 160 km, teilnehmen möchte, der sollte nicht nur selbst topfit sein, sondern auch sein Pferd entsprechend trainiert und vorbereitet haben.
Von daher sollten „Einsteiger“ klein anfangen. Dies sind Distanzritte bis 39 km. Man merkt dann sehr schnell, ob diese Sportart einem liegt. Aber viel wichtiger ist natürlich, dass man auch das richtige Pferd dazu hat. Denn nicht jedes Pferd ist dazu geeignet und dann helfen auch die besten Absichten des Reiters nicht.
Aber mit einem entsprechenden Pferd und etwas Training hat jeder die Möglichkeit, an nationalen und internationalen Turnieren teilzunehmen. Es muss ja nicht gleich die Weltmeisterschaft sein!